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1997 - DIAKS

Durch die Erfahrungen während des Grundwehrdienstes haben sich Thomas Finstermann und Jochen Burgstaller dazu entschlossen Ihr erstes gemeinsames Großprojekt zu starten. Unter dem Titel "DIAKS - Digitales Alarmierungs- und Katastrophenschutzsystem"  wurde eine Software entwickelt, deren Aufgabe darin bestand die Einsatzkräfte voll automatisiert zu mobilisieren und entsprechende Statusmeldungen an die auslösende Stelle zu übermitteln. Damals handelsübliche Computer wurden mit mehreren Modems ausgestattet und über eine selbst entwickelte graphische Benutzeroberfläche als Multi-Tasking-System auf DOS-Ebene betrieben.

Neben der Verwaltung aller Personen und deren Telefonnummern wurden auch diverse Einsatzszenarien, Gruppen, Stellvertreter und Verfügbarkeiten im System organisiert und evident gehalten. Im Notfall wurde von der auslösenden Person eine Telefonnummer angerufen und diese durch ein sprachgesteuertes Menü bis hin zur Alarmierung der benötigten Personen begleitet. Nach der erfolgreichen Authentifizierung via Tastencode konnte der Notfall ausgewählt und eine Nachricht an die zu alarmierenden Personen aufgenommen werden. Nach einer abschließenden Bestätigung der Eingaben wurde das Telefonat beendet und das System begann die benötigten Personen anzurufen, und die standardisierte Nachricht bzw. die benutzerspezifische Nachricht abzuspielen. Durch die Eingabe eines Tastencodes konnte sich die angerufene Person authentifizieren und die Mobilisierung akzeptieren. Aufgrund der Anfangs angegebenen Truppenstärke wurden basierend auf der Erreichbarkeit und den Rückmeldungen zusätzliche Personen angerufen oder die Alarmierung beendet. Zwischendurch wurden Statusanrufe über den Grad der Alarmierung an die auslösende Person abgesetzt und diese konnte entscheiden noch mehr Leute anzufordern oder die Alarmierung abzubrechen. Selbstverständlich wurden alle Vorgänge protokolliert und konnte nach dem Einsatz ausgewertet werden. Um höchste Verfügbarkeit und eine Skalierbarkeit zu erreichen konnten mehrere Systeme an unterschiedlichen Standorten zusammengeschalten und synchronisiert werden.

Durch dieses System war es möglich einen großen Personenkreis von mehreren 100 Leuten innerhalb von wenigen Minuten zu mobilisieren. Limitiert war man nur in der Anzahl der parallel zu betreibenden Telefonleitungen. Einladungen der Präsidentschaftskammer und der Militärführung folgend wurden in den kommenden Jahren mehrere Vorträge zu diesem Thema im Innenministerium, Verteidigungsministerium und diversen kleineren Krisenstäben abgehalten.

Heute ist diese Funktionalität Bestandteil jeder hochwertigen Telefonanlage.